Pfarrwallfahrt nach Schwelm 30.08.2014

Pilgerreise mit Bussen, zu Fuß und mit dem Rad

Die Pfarrei St. Barbara aus Mülheim an der Ruhr sucht für ihre Wallfahrten ständig neue, spannende Orte. Am Wochenende hatte die Gemeinde St. Engelbert, die Teil der Pfarrei ist ein ganz besonders schönes Ziel gefunden: den Jakobsweg und seine Stecke durch Gevelsberg und Schwelm.

Die Wahl ist auf die Propstei St. Marien gefallen, weil zwischen Gevelsberg, Schwelm und die Katholiken aus Mülheim eine Verbindung besteht: Erzbischof Engelbert.

Aus Mülheim hatten sich fünf Busse auf den Weg gemacht, alle mit dem Ziel: St. Marien in Schwelm. Doch nicht alle führte ihr Weg direkt nach Schwelm. 20 Pilger waren mit dem Fahrrad in Hattingen gestartet und 34 pilgerten zu Fuß von Gevelsberg über den Jakobsweg bis in die Schwelmer Innenstadt.

„Alle Generationen sind hier gemeinsam gegangen, und wir haben nicht nur unsere eigene Gemeinschaft gestärkt, sondern auch einen neuen freundschaftlichen Kontakt zu einer bisher fremden Gemeinde hergestellt“, sagte der Pfarrer der Pfarrei St. Barbara, Manfred von Schwartzenberg. Dazu gehörten auch die Firmanden und die Kommunionkinder. Unterwegs bekamen die Mülheimer noch mal die Engelbertgeschichte zu hören und für die Kinder wurde sie sogar vorgespielt. „Einer der Radfahrer ist schon 79 Jahre alt und heute den Weg nach Schwelm gefahren. Er bleibt eine Nacht hier vor Ort und fährt morgen wieder nach Mülheim zurück“, erzählte Dieter Kreutzer. Gemeinsam mit Heinz-Josef Ostwald und Michael van Aken gehörte er zum Organisationsteam der Mülheimer Gemeinde.

In Schwelm angekommen, gab es für alle Beteiligten Kaffee, Kuchen, Suppe und ein kleines Nachmittagsprogramm. Dacho-Ehrennachtwächter Christian M. Fasel zeigte den Gästen aus dem Ruhrgebiet während der Stadtführung die Nostalgiezone. Somit lernten die Pilger auch die Stadt zur Gemeinde St. Marien kennenlernen. „Die Mariengemeinde ist sehr engagiert und hat uns so gastfreundlich aufgenommen, dass wir auch noch weiter Kontakt mit ihr pflegen wollen“, sagte Kreutzer.

Ganz besonderes Glück hatten die Pilger mit dem Wetter. Den ganzen Vor- und Nachmittag hatte es so gut wie nicht geregnet, so dass keiner nass wurde. „Für uns ist das Ganze eine Open-Air-Veranstaltung mit einer herzlichen Aufnahme und neuen Erfahrungen gewesen“, resümiert Ostwald. Nachdem alle Pilgergruppen am späten Nachmittag im Jugendheim beziehungsweise im Gemeindesaal angekommen waren und sich gestärkt hatten, sorgte der gemeinsame Besuch der 18-Uhr-Messe für einen runden Abschluss der Pilgerreise. Ostwald ist überzeugt: „Diese Wallfahrt ist seit Januar in Planung gewesen und hat für alle viel Arbeit bedeutet, aber das Ergebnis ist so überzeugend, dass wir das Ganze auf jeden Fall wiederholen werden.“

Janice Holtz WAZ der Westen vom 03.09.2014